Was ist Adenomyose? Symptome, Ursachen & warum sie oft mit Endometriose verwechselt wird


Vielleicht bist du gerade aus meiner Endometriose-Geschichte hier gelandet.
Vielleicht hast du den Begriff Adenomyose heute zum ersten Mal in deinem Leben gehört.

Oder deine Frauenärztin hat ihn beiläufig erwähnt und du bist nach Hause gefahren mit mehr Fragen als Antworten.

So ging es mir auch.

Neben meiner Endometriose bekam ich plötzlich noch eine zweite Diagnose.

Adenomyose.

Und ehrlich?
Ich hatte keine Ahnung, was das überhaupt sein soll.

Falls du gerade genauso fühlst, möchte ich dich zuerst beruhigen.
Du musst heute nicht alles verstehen.

Lass uns Schritt für Schritt gemeinsam durchgehen, was hinter dieser Erkrankung steckt. 🧡


Stell dir deine Gebärmutter wie einen kräftigen Muskel vor.
Auf der Innenseite befindet sich normalerweise die Gebärmutterschleimhaut. Jeden Monat baut sie sich auf und wird während der Periode wieder abgestoßen.

Bei einer Adenomyose wachsen Zellen, die dieser Schleimhaut ähneln, jedoch in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein.

Dadurch entstehen kleine Entzündungen.
Die Gebärmutter arbeitet härter.

Und genau das kann z.B. starke Schmerzen, Druckgefühle oder sehr starke Blutungen verursachen.

Manchmal wird Adenomyose deshalb auch als die “Schwestererkrankung” der Endometriose bezeichnet.

Sie kann gemeinsam mit Endometriose auftreten, MUSS aber nicht.

Was ist Adenomyose? Symptome, Ursachen & warum sie oft mit Endometriose verwechselt wird


Von Herz zu Herz 🧡

Als ich damals die Diagnose bekam, dachte ich zuerst:
“Na toll … noch eine chronische Krankheit.”

Heute sehe ich das anders.

Die Diagnose hat meiner Erkrankung endlich einen Namen gegeben.

Und manchmal beginnt genau dort Heilung.

Nicht, weil plötzlich alles sofort besser wird, sondern weil man endlich versteht, was der eigene Körper einem die ganze Zeit sagen wollte.

Erst nach meiner Diagnose konnte ich lernen, auf meinen Körper zu hören, seine Signale besser zu verstehen und Schritt für Schritt Verantwortung für meine Gesundheit zu übernehmen.

Jede Frau erlebt Adenomyose anders. Genau das macht die Diagnose oft so schwierig.

Ähnlich wie bei der Endometriose gibt es nicht die eine typische Adenomyose. Die Symptome können von Frau zu Frau stark variieren und überschneiden sich häufig mit anderen Erkrankungen. Deshalb dauert es leider oft Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt wird.

Wenn du dich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennst, bedeutet das nicht automatisch, dass du Adenomyose hast. Es kann aber ein wichtiger Anstoß sein, deine Beschwerden ärztlich abklären zu lassen und gezielt nach einer möglichen Adenomyose zu fragen.


Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

• sehr starke oder lange Regelblutungen
• starke Regelschmerzen
• Druckgefühl im Becken
• chronische Unterleibsschmerzen
• Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
• Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
• ständig aufgeblähter Bauch
• Müdigkeit und Erschöpfung


Manche Frauen haben nur wenige Beschwerden.
Andere leiden fast täglich unter schlimmen Schmerzen.

Und beides ist vollkommen ernst zu nehmen.


Die ehrliche Antwort lautet:


Bis heute ist die genaue Ursache der Adenomyose nicht vollständig geklärt. Forschende gehen davon aus, dass verschiedene Faktoren zusammenwirken.

Diskutiert werden unter anderem:

Hormonelle Einflüsse
Adenomyose ist stark vom weiblichen Hormon Östrogen abhängig. Deshalb treten die Beschwerden häufig während der fruchtbaren Jahre auf und können sich nach den Wechseljahren verbessern.

Genetische Faktoren
Man geht davon aus, dass manche Frauen eine genetische Veranlagung haben könnten. Warum die Erkrankung bei einigen entsteht und bei anderen nicht, wird jedoch noch erforscht.

Kleine Verletzungen der Gebärmutter
Eine Theorie besagt, dass Eingriffe an der Gebärmutter, zum Beispiel nach einem Kaiserschnitt oder einer Ausschabung – winzige Veränderungen in der Gebärmutterwand verursachen könnten. Dadurch könnten sich gebärmutterschleimhautähnliche Zellen in die Muskelschicht ausbreiten.

Veränderungen schon vor der Geburt
Eine weitere Vermutung ist, dass sich bereits während der Entwicklung im Mutterleib Zellen in der Muskelschicht der Gebärmutter ablagern und erst viele Jahre später Beschwerden verursachen.

Entzündungen nach einer Schwangerschaft
Auch Entzündungsprozesse nach einer Geburt werden als mögliche Ursache diskutiert. Sie könnten dazu beitragen, dass sich bestimmte Zellen anders verhalten als normalerweise.

Besondere Stammzellen
Einige Forschende vermuten außerdem, dass bestimmte Stammzellen in der Gebärmutter sich in gebärmutterschleimhautähnliche Zellen umwandeln können. Diese Theorie wird derzeit intensiv untersucht.

Vielleicht hast du auch schon einmal den Begriff retrograde Menstruation gehört. Dabei fließt ein Teil des Menstruationsblutes über die Eileiter zurück in den Bauchraum, statt den Körper vollständig zu verlassen. Diese Theorie wird vor allem im Zusammenhang mit Endometriose diskutiert. Ob sie auch bei Adenomyose eine Rolle spielt, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt.

Die Wahrheit ist: Wahrscheinlich entsteht Adenomyose nicht durch einen einzigen Auslöser. Vielmehr scheint das Zusammenspiel verschiedener hormoneller, genetischer und biologischer Faktoren eine Rolle zu spielen.

Und genau deshalb wird auf diesem Gebiet noch intensiv geforscht.


Viele Jahre galt eine sichere Diagnose erst nach einer Operation als möglich.
Zum Glück entwickelt sich die Medizin weiter.

Heute erkennen erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten typische Veränderungen häufig bereits im Ultraschall oder MRT.
Trotzdem erleben viele Betroffene einen langen Weg bis zur Diagnose.


Wenn du das gerade selbst durchmachst:
Bitte verliere den Mut nicht. 🧡

DU kennst deinen Körper besser als jeder andere!


Ja. 🧡
Auch wenn Adenomyose bisher nicht vollständig heilbar ist, gibt es viele Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern.

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt immer von deiner persönlichen Situation ab.

Dazu gehören beispielsweise:

• hormonelle Therapien
• Schmerztherapie
• Physiotherapie für den Beckenboden
• entzündungshemmende Ernährung
• Wärme
• Bewegung
• Operationen in bestimmten Fällen


Nicht jede Therapie passt zu jeder Frau.
Und das ist völlig in Ordnung.

Du musst nicht den Weg einer anderen gehen.
Du darfst deinen eigenen finden.


Von Herz zu Herz 🧡


Es hat lange gedauert, bis ich aufgehört habe, gegen meinen Körper zu kämpfen.

Heute frage ich mich viel öfter:

“Was brauchst du gerade?”

Diese kleine Veränderung hat mehr bewirkt als viele Dinge, die ich vorher ausprobiert habe.


Die beiden Erkrankungen werden oft zusammen genannt.
Das ist verständlich.
Denn sie verursachen ähnliche Beschwerden.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wo sich das Gewebe befindet.

Bei Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter.

Bei Adenomyose wächst es in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein.

Beides kann gleichzeitig auftreten.
Muss es aber nicht!


Mein kleiner Sonnenmoment für DICH


Falls du diesen Artikel gefunden hast, weil du gerade auf Antworten suchst, möchte ich dir noch etwas mitgeben.

Ich weiß, wie verunsichernd diese Begriffe sein können.
Ich weiß auch, wie frustrierend Arzttermine ohne Antworten sind.
Und ich weiß auch, wie einsam sich dieser Weg manchmal anfühlt.


Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Blog genau das wird, was ich damals selbst gebraucht hätte:

Was ist Adenomyose? Symptome, Ursachen & warum sie oft mit Endometriose verwechselt wird

Vergiss nicht, du bist nicht allein damit!

Schön, dass du hier bist. 🧡

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